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Bordeaux Städtereise – Vive la France

Mal eben weg. Alltag vergessen und das Leben genießen. Manchmal geht das ganz einfach. Ein guter Tipp, wenn es nicht ein bestimmter Ort sein muss, einfach mal schauen, welche Ziele die Fluggesellschaft deines Vertrauens günstig anfliegt.

Für uns war das Bordeaux, eine von Europe’s Best Destinations 2015.

Vom Flughafen bringt einen der Shuttlebus direkt zum Bahnhof von Bordeaux. Hier erhält man gleich einen kleinen Eindruck von der Stadt. Unser Hotel, das Ibis Hotel Centre Gare Saint Jean, lag nicht weit vom Bahnhof und in der Nähe der Straßenbahn. Gleich um die Ecke befindet sich ein Supermarkt, bei dem man sich mit den nötigen Naschereien und Getränken eindecken kann.

Rumkommen in Bordeaux

In Bordeaux kann man die Stadt ganz gut mit der Straßenbahn entdecken. Für ein Tagesticket bezahlt man 4,60 € (Stand Juli 2015) pro Person. Damit kann man den ganzen Tag die drei Straßenbahnlinien nutzen. Wer es etwas sportlicher möchte, kann auch an fast jeder Straßenbahnstation und an vielen anderen Stationen in der Stadt ein Fahrrad leihen. VCub hat in Bordeaux ein besonderes Konzept auf die Straße gebracht. Nach einer ersten Anmeldung (Abos gibt es für 24 Stunden, 7 Tage oder auch für 1 Monat oder 1 Jahr), kann man sich an jeder Station mit Hilfe eines persönlichen Codes ein Fahrrad leihen. Genial! Wir haben uns bei dem Wochenende entschieden, um den zweiten Tag Bordeaux mit dem Rad zu entdecken. Für 1,50 € p. P. und 200 € Kaution (über Kreditkarte bezahlt und damit kaum etwas davon gemerkt) hatten wir (fast) immer ein Rad zur Hand, sollte es zur nächsten Sehenswürdigkeit weitergehen. Wir konnten aber auch unsere Räder am einen Ende der Stadt abgeben, durch die Stadt laufen und am anderen Ende wieder neue Räder leihen, sodass wir nicht wieder zurück mussten. Natürlich kann es mal sein, dass eine Station eben kein Fahhrad hat, aber das ist eher selten und meistens ist eine andere Station in der Nähe, die noch Räder hat. Mit der App kann man sich, auch ohne Internet, von einer Station zur nächsten lotsen. Man hat auf jeden Fall die Freiheit zu fahren wann und wohin man möchte.

Sehenswürdigkeiten in Bordeaux

Die „kleine“ Stadt hat viel zu bieten. 2009 ist entlang des Flusses eine neue Promenade gestaltet worden. Hier kann man zu Fuß oder mit dem Rad erste Eindrücke sammeln. Sehr prominent und einfach zu finden ist natürlich der Place de la Bourse (oben im Foto). Für ein Foto lohnt sich ein kleiner Ausflug auf die andere Seite des Flusses Garonne. Ganz in der Nähe des Place de la Bourse befindet sich Le Mireau d’eau, der Wasserspiegel, ein Must-See in Bordeaux.
Von hier aus erreicht man leicht die längste Einkaufsstraße von Bordeaux mit den bekannten und unbekannten Marken.
Auch die Kirchen in Bordeaux sind sehenswert, z.B. Notre-Dame und St. Michel.
Wer sich gerne im Grünen ausruht, kann das im Jardin Public tun. Hier treffen sich Touristen und Einheimische gleichermaßen. Wer etwas mehr Zeit hat, kann auch die vielen Grünstätten rundum das Zentrum erkunden.
Wir haben uns zudem noch eine kleine Schiffstour gegönnt, die uns entlang der Altstadt führte. Ganz im Sinne der Region, wurde während der Fahrt auch Wein getestet. Wir sind ja schließlich in Bordeaux!

Essen in Bordeaux

Bordeaux, das kleine Paris, hat auch kulinarisch viel zu bieten. Bei einem Bummel abseits der großen Einkaufsstraße findet man immer wieder kleine, gemütliche Bars und Restaurants. Auf unserem Rundgang haben wir unter anderem auf dem Place du Parlement Halt gemacht. Herrlich in der Sonne sitzen mit einem guten Glas Rotwein. In Bordeaux spielt sich, zumindest im Sommer, das Leben draußen auf den Plätzen statt.
Am Abend haben wir es uns gut gehen lassen im Fischrestaurant Kuzina. Sehr leckerer frischer Fisch ohne großes Drumrum. Den Fisch darf man sich sogar vom Eisbett weg bestellen.
Frühstück und Mittagessen kann man in fast jedem Café. Trip Advisor oder Google sind immer gute Anlaufstellen für die, die etwas Besonderes suchen.

Fazit

Wir hatten nicht viele Erwartungen von der Stadt und haben uns vieles direkt vor Ort überlegt. Mit einem Stadtplan und den Fahrrädern kommt man sehr weit und kann man sich frei bewegen. Preislich ist es in Bordeaux nicht teurer als in den Niederlanden. Für deutsche Verhältnisse liegen die Preise eher über dem Durchschnitt, sind aber dennoch gut vertretbar.
Bordeaux hat uns herzlich empfangen und war eine Reise wert. Wer länger als ein Wochenende bleiben möchte hat dann sicherlich Zeit, um auch die Weinregion rundherum oder den Strand zu besuchen. Hierfür ist das Wochenende dann doch zu kurz gewesen.

Mehr Tipps für Bordeaux? Hinterlasst einen Kommentar, dann kann ich eure Frage beantworten.

 

 

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