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Fahrradtour

„Waren wir hier nicht schon mal?“

Der Nordseeküstenradweg, eine Route die durch die Niederlande, Deutschland, Dänemark, ein bisschen Norwegen und Großbritannien um die Nordsee führt. Eine Traumtour, die auch wir uns nicht entgehen lassen wollen. So kommt es, dass wir von Groningen (Niederlande) aus zur ersten Etappe aufbrechen. Diese soll bis nach Eggeloge bei Westerstede führen, wo wir bei einer Kommilitonin übernachten wollen. Über 100 Kilometer, zwar sind wir trainierte Radfahrerin, aber das scheint uns für die erste Route auf unseren Alltagshollandrädern doch ein wenig lang, also fahren wir bis Winschoten mit dem Zug.

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Das klappt relativ problemlos, denn in den Zügen der Arriva, die das Bahnnetz in der nördlichen Niederlande betreibt, gibt es viel Platz für Drahtesel. Unsere gehören nicht der jüngsten Generation an.

DSC02713Wie es sich für Groningen Studenten gehört haben unsere Räder mehrere Vorbesitzer, sind leicht rostig und teilweise kann man uns schon von weitem ankommen hören. Nichts kann uns von unserer Tour abbringen. Mit jeweils gut gepackten Gepäcktaschen steigen wir in Winschoten aus der Bahn. Knapp 75 Kilometer gilt es nun zu überwinden um Abends am Grill den ersten Tag Revue passieren zu lassen. Trotz Drei-Gang-Schaltung und klappernder Schutzbleche geht es schnell über die Landstraßen. Zum einen, weil es auf der deutschen Seite der Grenze teilweise keine Radwege gibt, zum anderen weil das Wetter nicht zum Verweilen einlädt. Da der Nordseeküstenradweg ab Nieuweschans, einem Dorf direkt an der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland, ausgeschildert ist, hat die Tour etwas von einer Schnitzeljagd. Immer wieder blicken wir suchend um uns hin, fluchen leise, wenn wir anscheinend eine Kreuzung verpasst haben und radeln schließlich wieder auf dem richtigen Weg.DSC00536

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Auf den ersten Blick ist also kein besonderes Kartenmaterial nötig. Ausgerüstet sind wir mit den Radwanderkarten für die Nordseeroute, die Karte für die Niederlande fehlt uns allerdings. Kein Problem dachten wir zunächst.

Doch das wird uns bereits in Winschoten zum Verhängnis. Dort ist die Route noch nicht ausgeschildert und so hatten wir zwar am Vorabend noch online geschaut wo wir lang mussten. Doch wie es so ist: vor Ort sieht alles wieder ganz anders aus. Schnell fragen wir uns: „Waren wir hier nicht schon einmal?“ – Eine gute Radwanderkarte ist also durchaus eine lohnende Investition, wenn man Konflikte bereits kurz nach Start der Tour abwenden möchte.

 

 

 

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